Irene Nickel

Kleines Lexikon: Hilfe zum Sterben


Für die Angaben auf dieser Seite übernehme ich keine Gewähr.


Hilfe zum Sterben
umfasst aus meiner Sicht:

aktive Sterbehilfe,
passive Sterbehilfe,
indirekte Sterbehilfe (Einschub: Terminale Sedierung),
Beihilfe zur Selbsttötung.


Aktive Sterbehilfe
ist die Tötung eines anderen Menschen
entsprechend seinem Willen,
d. h. seinem ausdrücklich geäußerten oder mutmaßlichen Willen.

Auf meiner Homepage ist – soweit aus dem Zusammenhang nichts anderes hervorgeht – stets gemeint:
Tötung eines anderen Menschen
auf dessen ausdrücklichen und wohlüberlegten Wunsch hin.

Im Unterschied zu anderen Formen der Sterbehilfe
besteht aktive Sterbehilfe
in einer aktiven Handlung (also nicht in einer Unterlassung),
die darauf abzielt, den Tod herbeizuführen.
 

Aktive Sterbehilfe wird in Deutschland
nach § 216 StGB (Tötung auf Verlangen)
mit Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.


Passive Sterbehilfe
ist Abbruch oder Unterlassung
von lebensverlängernden Maßnahmen
in dem Bewusstsein,
dass daraufhin mit dem baldigen Tode des Patienten zu rechnen ist.

Passive Sterbehilfe ist in Deutschland erlaubt,
soweit sie dem erklärten oder mutmaßlichen Willen
des Patienten entspricht.


Indirekte Sterbehilfe
liegt vor, wenn ein todkranker Mensch Hilfe braucht
gegen Schmerzen oder sonstige körperliche Beschwerden
und – weil andere Hilfe nicht möglich ist –
gegen die Schmerzen oder Beschwerden Medikamente erhält,
die seinen Tod früher eintreten lassen.


Terminale Sedierung
ist die Gabe von stark beruhigenden (sedierenden) Medikamenten
bei Sterbenden,
durch die das Bewusstsein bis zum Tode ausgeschaltet wird
(im Sprachgebrauch teilweise auch: "oder stark gedämpft wird").

Sie ist in Deutschland legal
zur Linderung von Schmerzen oder Beschwerden in der Sterbephase.
Ihre Grenzen und Einzelheiten sind zum Teil umstritten.


Beihilfe zur Selbsttötung
liegt vor, wenn der Helfende sich auf Handlungen beschränkt,
die eine Selbsttötung ermöglichen oder erleichtern,
während die entscheidenden Handlungen
zur Herbeiführung des Todes
vom Sterbewilligen selbst vorgenommen werden.

Beihilfe zur Selbsttötung ist in Deutschland nicht strafbar.
Jedoch gibt es Fälle, in denen diese Beihilfe
als „sittenwidrig“ gewertet wird
und den Hilfeleistenden in Schwierigkeiten bringt.

Darüber hinaus unterliegt die Beihilfe zur Selbsttötung
bedeutsamen Einschränkungen,
weil bestimmte Personen, z. B. Ärzte und Ehegatten,
eine „Garantenpflicht“ für das Leben eines Patienten haben,
wenn der Patient bewusstlos ist.
Umstritten ist, ob bzw. unter welchen Voraussetzungen
sich daraus eine Pflicht zu Rettungsversuchen
bei einem Selbsttötungsversuch ergibt.


Weitere, vielleicht aktuellere Angaben
auf einer Seite des Bundesjustizministeriums.


Für die Angaben auf dieser Seite übernehme ich keine Gewähr.


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