Vorschlag 5

betrifft gesunde Menschen
von 18 bis etwas über 60 Jahren

(und natürlich auch an die, die nur vorübergehend krank sind).

Bei diesen Menschen halte ich es in aller Regel für angemessen,
ihre Entscheidungen zu respektieren.
Also auf massive Eingriffe –
in der einen wie in der anderen Richtung –
zu verzichten.

Das heißt konkret:
Eine Unterstützung von Selbsttötungsversuchen
durch Beschaffung der erforderlichen Mittel
sollte in aller Regel unterbleiben.

Auf der anderen Seite
sollte einem nicht jedes Mittel recht sein,
um eine Selbsttötung zu verhindern.
So legitim es ist,
jemanden durch Gespräche und/oder Hilfsangebote
zum Weiterleben zu ermutigen,
so problematisch wäre die Anwendung von Zwang.
Freiheitsentziehende Maßnahmen
wären m. E. in aller Regel abzulehnen.
Eine Frage für sich
sind Rettungsversuche nach einem Selbsttötungsversuch.

 
Vorschlag 6

Wird jemand nach einem Selbsttötungsversuch
bewusstlos oder ohne klares Bewusstsein aufgefunden,

dann ist vieles zu bedenken.

Zuerst die Frage,
ob es sich tatsächlich um einen Selbsttötungsversuch handelt.
Also nicht etwa um einen Unfall
(z. B. versehentliche Überdosierung eines Medikaments).
Und nicht um eine plötzliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes ohne äußere Einwirkungen
(z. B. durch einen Schlaganfall).
Und auch nicht etwa gar um einen Mordversuch.

Ein aktueller Abschiedsbrief,
der in leicht auffindbarer Weise bereit liegt,
kann einen wichtigen Hinweis auf einen Selbsttötungsversuch liefern.

Hier ist mein Vorschlag 6
eigentlich kein konkreter Vorschlag,
sondern das Eingeständnis,
dass es nicht für alles
feste und zugleich angemessene Regeln gibt.

 

 


   

Eigene Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!